Deutlicher Zuwachs bei Solarstrom

Neu installierte Solarmodule auf dem Dach eines Einfamilienhauses
Erneuerbare Energien erzeugen über 100 Terawattstunden Strom im ersten Halbjahr

Im vergangenen halben Jahr haben Wind- und Solaranlagen in Deutschland zusammen über 100 Terawattstunden zur öffentlichen Nettostromerzeugung beigetragen. Besonders stark war dabei der Anstieg der Solarstromerzeugung: Photovoltaikanlagen lieferten rund 40 Terawattstunden – etwa 30 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Windstromerzeugung war noch höher und betrug 60,3 Terawattstunden. Insgesamt lag der Anteil der erneuerbaren Energien am Strommix bei 60,9 % im ersten Halbjahr 2025.

Deutschland importierte im ersten Halbjahr 2025 noch etwa 7,7 Terawattstunden Strom – weniger als im gleichen Zeitraum 2024. Die Importe stammten unter anderem aus Skandinavien und waren aufgrund günstiger Wind- und Wasserkraftpreise preiswerter als Strom aus deutschen Gas- und Kohlekraftwerken. Stromexporte gingen hauptsächlich in Nachbarländer wie Österreich, Tschechien, Luxemburg und Polen.

Der durchschnittliche Börsenstrompreis stieg leicht an – von 67,94 € auf 86,64 € pro Megawattstunde. Starke Schwankungen zeigten sich dabei zwischen den Monaten: Hohe Preise im Januar und Februar wegen geringer Windstrommengen, niedrige Preise im Juni. Ursachen für den Preisanstieg waren unter anderem höhere Gaspreise und gestiegene CO₂-Zertifikatskosten.

Auch europaweit nahm die Stromerzeugung aus Solar- und Windkraft zu – von 344,4 auf 358,1 Terawattstunden. Vor allem der Solarstrom legte in mehreren Ländern deutlich zu, etwa in Frankreich, Belgien, Dänemark und Polen.

Weitere Informationen

Nach oben scrollen